Dienstag, 21. Oktober 2008

wie soll ich meine seele halten...

Wie soll ich meine Seele halten, daß 

sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie 
hinheben über dich zu andern Dingen? 
Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas 
Verlorenem im Dunkel unterbringen 
an einer fremden stillen Stelle, die 
nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen. 
Doch alles, was uns anrührt, dich und mich, 
nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich, 
der aus zwei Saiten eine Stimme zieht. 
Auf welches Instrument sind wir gespannt? 
Und welcher Geiger hat uns in der Hand? 

O süßes Lied.

r.m.  rilke

leben ist zerbrechlich...

fragil

leben ist zerbrechlich
liebe auch
wie hältst du mich
wie halt ich dich

nur das zerbrechliche hat bestand
nur was leicht ist
kann schwingen
schwingen ist leben

leben ist zerbrechlich...
m.

Samstag, 18. Oktober 2008

schwingen




raum


glaub es kaum

bin im raum


wo schmetterlinge flügel schlagen

kanns vor freude kaum ertragen


ein so sanftes licht

sprechen kann ich nicht


bist wie ein blatt auf den tisch geflogen

 hast mich in mein herz gezogen


2

ort


kennst du den ort

wo bunte blätter blühen

schmetterlinge im licht verglühen

sag kein wort


dort kannst du mich treffen

die segel reffen

dich treiben lassen

ohne zu fassen


kennst du den ort

er ist in mir

er ist in dir

sag kein wort


hmhmhm

hmhm

hm


3

klang


hörst du den klang

wie ein gesang

aus grossen schalen

ding-dong-dang



bin eine feder

ohne wenn und weder

die zitternd schwebt

dich über die wolken trägt


wo ist der klang

sei nicht bang

er kommt zu dir

bleib einfach hier

4

tor


bin bei mir

ganz bei dir


bin im sein

nicht allein


mit 1000 dingen

die alle klingen


ein grosser chor

was für ein tor

 

überall zu suchen

nur nicht in mir


m.